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  • Lokaler Handel vs. Internet

    Lokaler Handel vs. Internet

    Zum Spazierengehen benutze ich seit einiger Zeit einen Gehstock. Da mein Geschmack – sagen wir mal – etwas ausgefallen ist, habe ich vor einem halben Jahr solch ein Teil im örtlichen Sanitätshaus käuflich erworben. Es gibt Gehstöcke deren Länge man stufenweise verstellen kann und es gibt Gehstöcke mit fester Länge. Ich habe mich für Letzteres entschieden, denn diese werden weniger geklaut als die Verstellbaren. Nach drei Besuchen in diesem Sanitätshaus, konnte ich dann den (nach zwei Versuchen endlich auf die korrekte Länge gekürzten) Gehstock abholen.

    Damit der Gehstock nicht wegrutschen kann, hat er am unteren Ende einen Gummipuffer. Dieser ist bei Benutzung des Gehstocks einem Verschleiß unterworfen. Jetzt war es soweit, ich brauchte einen neuen Gummipuffer.

    Ich also flugs zum oben genannten Sanitätshaus in meinem Heimatkaff geeilt. Aufgrund meines ausgefallenen Geschmacks hatten die dort nicht den passenden Gummipuffer. Aber sie könnten mir das passende Teil beim Hersteller des Gehstocks bestellen, das dauert dann nur ein paar Tage.

    Drei Tage später bekam ich einen Anruf vom besagten Sanitätshaus, sie könnten den Gummipuffer bestellen. Allerdings müsste ich die Portogebühren übernehmen, da es den Gummipuffer nur im 3er-Pack gibt. Ich sagte nur: „Nein, danke“. Meine nachfolgenede Recherche im Netz ergab, dass die passenden Gummipuffer beim Hersteller nur im 2er-Pack angeboten werden. Und zwar zu dem Preis, den ich im Sanitätshaus für einen Gummipuffer bezahlen sollte.

    Da ich sowieso beim Online-Händler meines geringsten Misstrauens noch eine Bestellung in der Pipeline habe, werde ich den Original-Gummipuffer dort bestellen.

    Fazit: Beim örtlichen Dealer hätte ich den 3-fachen Preis gegenüber dem Internet-Handel für besagtem Gummipuffer bezahlt. Die Beratung beim Kauf des Gehstocks war beim lokalen Händler auch nicht so berauschend, weil ich mir im Geschäft den Gehstock aus dem Hersteller-Katalog (der übrigens auch online verfügbar ist) selbst ausgesucht habe. Online gibt es Beratung nur durch eigene Recherche, dafür aber umfassend, hilfreich und gut.

  • Der Eierkopp wird immer „schöner“

    © ollerOsel.de

    So sehe ich nach einer Augen-OP aus.

  • „Alte Fotografen-Weisheit“

    © ollerOsel.de

    »Menschen zu fotografieren ist schwer. Da ist es ist einfacher Häuser zu fotografieren. Die halten wenigstens still.«

  • Das Gesundheitswesen – ein bedauerlicher Einzelfall?

    Das Gesundheitswesen – ein bedauerlicher Einzelfall?

    Der Anästhesist sagt, das muss der Hausarzt entscheiden.

    Der Hausarzt sagt, das muss der Anästhesist entscheiden.

    Welchem Mediziner soll der Patient nun Glauben schenken?

    Fazit: Als Patient muss man ganz schön hartknäckig sein, um nicht als bedauerlicher Einzelfall zu enden.

  • Vorfrühling

    Vorfrühling

    Das war ja mal ein Wetterchen heute, blauer Himmel, 17°C und Sonnenschein, Vorfrühling. Der Wäschekorb im Bad war schon wieder voll und da habe ich morgens flugs die Waschmaschine angeschmissen. Zum ersten Mal in diesem Jahr konnte ich den Wäscheständer auf dem Balkon zum Trocknen rausstellen.

    © ollerOsel.de

    Nachmittags schnappte ich mir dann meinen Gehstock und meine Kamera und bin auf Motivsuche durchs Heimatkaff spaziert. Es gibt bei genauem Hinsehen immer etwas zu entdecken und jetzt, wo die Natur noch nicht ihr grünes Kleid angezogen hat, entdeckt man auch Perspektiven, die sonst hinter Bäumen und Büschen versteckt liegen.

    © ollerOsel.de

    Es waren einige Leute bei dem schönen Wetter unterwegs. Auf dem Rückweg zu meiner Kemenate habe ich noch ein kleines Schwätzchen mit den Nachbarn über den Gartenzaun gehalten und zuhause die getrocknete Wäsche abgenommen und eingeräumt.

  • Architektur des 20. Jahrhunderts

    Architektur des 20. Jahrhunderts

    Heute Morgen nach einem kargen Rentnerfrühstück stellte ich überraschend fest, dass ich noch heute den Lottoschein für die nächsten 5 Wochen abgeben muss. Was liegt da näher, als dieses Vorhaben mit einem kleinen Spaziergang durchs Heimatkaff zu verbinden. Die noch tief stehende Vorfrühlingssonne tauchte die Häuser in warmes Licht – ein perfektes Licht zum Fotografieren. Leider hatte ich meine kleine „Immer-Dabei-Kamera“ nicht eingesteckt, aber wozu hat der Mensch ein Telefon mit eingebautem Fotoapparat.

    Zu Hause, beim Bearbeiten des Fotos, fielen mir die unterschiedlichen Baustile auf – die halbe Architektur des 20. Jahrhunderts auf engstem Raum.

  • Ich habe es aufgegeben, den Menschen als intelligentes Wesen zu sehen

    Ich habe es aufgegeben, den Menschen als intelligentes Wesen zu sehen

    Diese Woche habe ich in meinen Social-Media-Kanälen mal wieder nachgesehen, ob etwas Wesentliches für mich dabei war. Dabei ist mir nochmal bewusst geworden, dass der Entschluss – mich ab jetzt in den sozialen Medien mehr und mehr zurückzuziehen und aufs Bloggen zu konzentrieren – der Richtige war.

    Es waren zwar auch nützliche Informationen dabei, aber der größte Teil war einfach nur – höflich ausgedrückt – „zum Kopfschütteln“. Da zweifelt man an der Menschheit.

    Also werde ich nur noch die „Rheinhausen“-Seiten und –Gruppen im Auge behalten und mit Content füttern. Meine persönlichen Profile und Seiten bei Twitter, Facebook, Instagram und Goggle+ ruhen dagegen. Nur (m)ein Feed-Reader bleibt die Nr. 1 meiner Informationsquellen.

  • Wartezimmerfussbodengalerie

    Wartezimmerfussbodengalerie

    Was macht man so den lieben langen Tag als arbeitsloser Privatier? Man rennt von Arzt zu Arzt, um Leute zu beobachten und Wartezimmerfußböden zu fotografieren. Und diese Fotos müssen bearbeitet und aufbereitet werden.

    Deshalb habe ich eine Dielenwand in meiner Kemenate als Galerie gestaltet. Die Bilder werden alle paar Monate gewechselt, sodass die Wand immer eine andere Ausstellung zeigt. Zurzeit hängen dort die mühsam gesammelten Werke der von mir schon besuchten Wartezimmerfußböden. *

    * Kann Spuren von Ironie enthalten

  • Abenteuer Bus fahren

    Abenteuer Bus fahren

    Arbeit und Arztbesuche sind bekanntlich nicht so angenehm. Aber beides muss wohl sein. Und zurzeit häufen sich bei mir die Arzttermine.

    Manchmal sind solche Termine nicht im Heimatkaff, sondern in Nachbardorf. Dort ist es mit dem Parken nicht so dolle, sodass ich dann meist den Bus nehme. Gottseidank zu einer Zeit, wo die Schüler schon in der Schule sind und nicht mehr mit dem Bus fahren müssen. So eine Busfahrt übers Land ist schon eine Himmelfahrt. An jeder dritten Mülltonne ist eine Haltestelle. Trotzdem ist es angenehmer statt das Auto, den Bus zu nehmen. Vor allen Dingen, wenn die Haltestelle nur ein paar 100 Meter von zu Hause bzw. von der Arztpraxis entfernt ist.

    Und heute war ich dann zur Blutabnahme beim Hausarzt meines geringsten Misstrauens. Natürlich ist bei solchen Terminen immer Regenwetter. Im Labor war das volle Programm angesagt – sieben Röhrchen. Als ich mich danach an der Rezeption zum EKG anmeldete, erzählte ich so nebenbei, dass ich heute noch nicht gefrühstückt und noch keinen Kaffee hatte. Es hat genutzt, ich kam ziemlich schnell dran. Auf dem Rückweg war ich dann flugs noch zur Bäckerei, um mir knusprige Brötchen zu holen. Zu Hause habe ich erst mal Kaffee gekocht und gemütlich gefrühstückt. Der Regen hörte auf und der Himmel zeigte zögerlich einige blaue Flecken zwischen dem Wintergrau – der Tag kann beginnen.

  • Winterzeit – Eintopfzeit

    Winterzeit – Eintopfzeit

    Mein Rezept für Möhren durcheinander

    Zutaten (für 4 Personen)

    750 g Möhren
    4 große Kartoffeln
    2 Zwiebeln
    4 Mettwürstchen
    durchwachsen Speck
    Butter, Pfeffer, Salz

    Zubereitung

    Das Gemüse schälen. Möhren in Scheiben, Kartoffeln und Zwiebeln in Würfel schneiden. Alles zusammen mit den Mettwürstchen in einen großen Topf geben, salzen und mit Wasser aufgießen. Alles ca. 20 Minuten kochen, bis die Möhren die gewünschte Konsistenz (bissfest bis weich) erreicht haben. Nach dem Kochen die Mettwürstchen herausnehmen, den Topf abgießen und mit dem Kartoffelstampfer so zerkleinern, dass noch einige Möhren und Kartoffeln stückig sind. Den durchwachsenen Speck in kleine Würfel schneiden und in der Pfanne auslassen. Den Eintopf mit Butter, Salz und Pfeffer abschmecken und den ausgelassenen Speck unterrühren.

  • Haushaltsbuch

    Haushaltsbuch

    Neben der Kontrolle aller Ein- und Ausgaben, ist ein Haushalsbuch bei der Bewältigung des sogenannten Lebens sehr nützlich. Mein Haushaltsbuch ist eigentlich kein richtiges Haushaltsbuch mit der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben. Es ist auch kein richtiges Buch, sondern ein Excel-Sheet, der die Ausgaben des Alltags auflistet. Für jede Rubrik (wie zum Beispiel: Lebensmittel, Hygiene, Putz- und Waschmittel, Getränke etc.) gibt es ein monatliches Budget. Das Budget wird aufgrund der Vorjahresdaten am Jahresanfang festgelegt.

    Die Ausgaben des wöchentlichen (Groß-)Einkaufs werden akkurat in die jeweiligen Rubriken eingetragen und Monat für Monat zur Jahressumme addiert. So habe ich die Übersicht über die wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Lebensunterhaltskosten und kann – wenn nötig – steuernd eingreifen.

    Falls das Haushaltsbudget nicht ganz ausgeschöpft ist, also wenn weniger ausgeben wird als geplant ist, erhält man ein zusätzliches Spartöpfchen für die anderen kleinen Dinge, die man sich sonst nicht leisten würde. Da ich ein solches Haushaltsbuch schon über Jahrzehnte führe, habe ich nebenbei auch interessante Einblicke und Vergleiche über veränderte Lebensgewohnheiten.

  • „Alte Fotografen-Weisheit“

    „Alte Fotografen-Weisheit“

    »Wenn man sich von oben fotografiert, sieht man viel schlanker aus. Ich z. B. bin auf den meisten Satellitenbildern gar nicht zu erkennen.«